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Die Wutachschlucht

Die Geologie der Wutachschlucht: Während der Eiszeit nagten mächtige Gletscher am Hochschwarzwald. Eine Hinterlassenschaft davon ist der Feldsee, aus dem zunächst als Seebach ihren Ursprung nimmt. Sie durchfließt den Titisee, den sie als Gutach verlässt. Bis unterhalb Lenzkirch-Kappel nimmt sie Südostkurs, um sich gleichzeitichem Namenswechsel von Gutach zu Wutach in die Schluchtenkette hinunterzuwühlen.

Wutach

Die Wutachschlucht ist ein Engtal im Verlauf der oberen Wutach mit drei schluchtartigen Abschnitten, deren unterster auch als Wutachflühen bekannt ist. Sie durchschneidet die südliche Baar vom östlichen Hochschwarzwald ostwärts bis an den Trauf der Schwäbischen Alb, die hier in den Randen übergeht. Die 60 bis 170 Meter tiefen Schluchten erstrecken sich (ohne Nebenschluchten) über 33 Flusskilometer und sind in vieler Hinsicht bemerkenswert. Ihre geologisch junge, prototypische und anschaulich fortwährende Entstehung bringt eine große Vielfalt an Geo- und Biotopen hervor und ermöglicht einen entsprechenden Reichtum an Tier- und Pflanzenarten. Die Schluchten sind touristisch stark frequentiert und spielten auch eine wichtige Rolle bei der Etablierung des Naturschutzgedankens im südwestlichen Deutschland. Die Wutachschlucht ist Teil des Naturparks Südschwarzwald.

Verlauf und Charakteristik

Aufschluss des Südwestdeutschen Schichtstufenlands entlang der Wutach

Die Schluchten beginnen im Tal der Gutach (Oberlauf der Wutach) unterhalb von Neustadt und im Tal der Haslach unterhalb von Lenzkirch. Nach der Vereinigung zur Wutach verlaufen sie mit geringen Richtungswechseln zunächst generell ostwärts und enden beim Stühlinger Ortsteil Grimmelshofen, nachdem die Wutach auf dem Gebiet der einstigen Bergbaustadt Blumberg am Trauf der Baaralb markant nach Süden abgeknickt ist. Zunächst werden die Schluchten von den bewaldeten Hochflächen der Schwarzwald-Ostabdachung begrenzt. Anschließend bildet den Nordrand die historische Bertholdsbaar mit dem Zentrum Löffingen und dem Ort Rötenbach. Südlich gegenüber liegt eine ähnliche Muschelkalkhochfläche mit Bonndorf als Zentrum und der Gemeinde Wutach. Die Wutach und einige ihrer Nebenbäche haben auf kaum 20 Kilometer Luftlinie einen natürlichen Profilschnitt durch fast alle Gesteinsschichten der Süddeutschen Schichtstufenlandschaft gegraben, welche sich nach Norden hin bis 200 Kilometer weit auffächern, hier aber in enger Scharung nacheinander an der Oberfläche ausstreichen. Die mesozoischen Gesteinsschichten wurden durch die Hebung des südlichen Schwarzwaldes deutlich schräger gestellt als sonst (im Mittel 7 %) und genau hier von der Wutach der Reihe nach angeschnitten. Da die Wutach „nur“ mit rund 1 % Gefälle ostwärts fließt, tritt sie im Verlauf der Schlucht in immer jüngere, jeweils darüber abgelagerte Gesteinsschichten über. So entstand eine durchgehende Folge von Gesteinsaufschlüssen vom Grundgebirge (hier meist Granit) über die Trias bis zum Jura. Da diese Gesteine, wenn sie durch Tiefenerosion angeschnitten werden, jeweils eigentümliche, sehr unterschiedliche Geländeformen hervorbringen, konnte eine der abwechslungsreichsten und interessantesten Schluchtlandschaften Mitteleuropas entstehen. Die Schluchten sind oft übergangslos in breite Talmulden eingeschnitten und sind dann selbst aus geringer Entfernung kaum zu erahnen. Als eigene Naturräume stellen sich nicht nur die Schluchten selbst dar, man misst auch der von ihnen zerschnittenen Hochflächenlandschaft den Status einer eigenständigen naturräumlichen Einheit zu. Das Mittlere Wutachgebiet liegt zwischen den hinsichtlich des Untergrundes ähnlichen Naturräumen der Baar im Norden und des Klettgauer Hügellandes im Süden. Über die alles durchziehende Schlucht stellt das Gebiet auch eine Brücke zwischen den Gebirgsräumen Schwarzwald und Schwäbische Alb dar.